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Jugend-Kadertraining

Erstes  Kadertraining 2011 (Ellenbach)

 

Liebe Vereinsmitglieder, hallo liebe Reitschüler,

 seit diesem Jahr sind wir, Marvin Leibold, Alexandra Panther und Anna-Lena Burk, durch unsere guten, reiterlichen Leistungen im Islandpferdesport auf Turnieren in den Hessenkader berufen worden. Am 2. Februar-Wochenende (12./13.2.) fand unser erstes von drei Kadertrainings im Jahr in Kassel (Ellenbach) statt. Neben uns drei waren noch weitere neue Mitglieder hinzugekommen. Insgesamt sind wir ungefähr 25 Kinder und Jugendliche im Kader, wobei einige Mitglieder an diesem Wochenende nicht anwesend sein konnten.

 Nachdem wir am Samstag schon sehr früh losgefahren waren, kamen wir um 9.30 Uhr in Ellenbach an. Dort versorgten wir unsere Pferde und fanden anschließend die Teilnehmer des Trainings im Reiterstübchen. Hier warteten die meisten bereits auf unser Kommen. Da wir entweder von den gleichen Höfen kamen oder uns schon auf Turnieren begegnet waren, mussten wir uns nicht großartig vorstellen. Während eine Gruppe Reitstunden bei Nicole Kempf hatte, begann für Alex und mich das Mentaltraining bei Birgit Quasnitschka. Dort wurden wir in einer Gruppe von 10 Personen geschult, unseren Körper und Geist wahrzunehmen. Dabei absolvierten wir einige Übungen und Spiele, bei denen wir sehr viel Spaß hatten und viel lachten. Das ganze dauerte ca. 3 Stunden, in denen wir auch die FLOW-Pyramide bearbeiteten und aufschrieben, in welcher Situation wir uns im FLOW-Zustand befinden. Der FLOW-Zustand ist der Moment, bei dem alles von alleine läuft, das Pferd genau das umsetzt was man von ihm will und man im Einklang mit den Pferdebewegungen ist. Man nimmt dann die Umwelt nicht mehr wahr, befindet sich wie im Rauschzustand und konzentriert sich nur auf sein Pferd.

Um die Mittagszeit wurden wir von einer Mutter des Hofes mit Nudeln mit Tomatensauce und Pesto versorgt. Gut, dass wir Kadermitglieder und alle Betreuer uns im warmen, gemütlichen Reiterstübchen über den Ställen aufhalten konnten, denn draußen war es bitterkalt. Zudem hatte es den ganzen Tag geschneit. Aber von den schlechten Wetterbedingungen ließen wir uns nicht abhalten und machten mit unserem Training am Nachmittag weiter. Jetzt tauschten die Gruppen und Alex und ich hatten Reitstunde bei Nicole Kempf, die Reitlehrerin auf hohem Niveau ist und selbst sehr erfolgreich Turniere reitet. Die Reitstunde dauerte 45 Minuten und fand in der Reithalle statt. Danach versorgten wir die Pferde und schauten Marvin beim Reiten zu.

Als auch seine Reitstunde zu Ende war, neigte sich der Tag schon dem Abend zu und es hatte zum Glück aufgehört zu schneien. Nach dem Duschen und Umziehen fanden sich alle wieder in der Reiterstube ein, wo es Abendessen gab und danach noch gespielt wurde. Wir hatten jede Menge Spaß und verstanden uns mit den anderen sehr gut, weil uns viele Dinge verbanden: die Liebe zu unseren Pferden und den Turnieren, das Lachen und Beisammensitzen in gemütlicher, ausgelassener Runde. Ein weiterer Punkt war, dass wir zum größten Teil im gleichen Alter waren.

 Am nächsten Morgen um 7 Uhr mussten die Pferde gefüttert werden und eine Stunde später gab es Frühstück, wo sich wieder alle zusammen fanden.

Der Tag verlief ähnlich wie der vorherige Trainingstag. Diesmal hatten wir zuerst Reitstunde bei Nicole Kempf auf der Ovalbahn und die andere Gruppe hatte praktisches Mentaltraining auf den Pferden bei Birgit. Bei der Reitstunde auf der Ovalbahn lernten wir wieder sehr viel dazu und erfuhren, was wir die nächsten Wochen zu Hause üben müssen.

Zum Mittagessen gab es dann selbst gemachte Hamburger, die wir alle mit Genuss verschlangen. Gleich nach dem Essen wurden die Reitstunden ohne Pause fortgesetzt. Alex und ich waren in der Gruppe, die das praktische Mentaltraining hatte. Wir mussten mit geschlossenen Augen auf den Pferden eine gerade Linie oder mit Boxhandschuhen und Gewichten an den Hand- und Fußgelenken reiten. Dies war eine echte Erfahrung wert und machte auch eine Menge Spaß.  Gegenüber den gewöhnlichen Trainingseinheiten vor Turnieren war das etwas völlig anderes. Nach unserer Reitstunde waren wir dann aber auch völlig erschöpft und wollten nur noch schlafen. Doch vorher misteten wir noch unsere Boxen aus, räumten das Wohnmobil und den Hänger auf und brauchten, als wir abgeholt wurden, nur noch die Pferde in den Hänger einzuladen. Endlich konnten wir nach einem kurzen, anstrengenden, aber schönen und netten Wochenende die Heimreise antreten. Das hatten wir auch in zweieinhalb Stunden geschafft und unsere Pferde konnten ihre Freunde in den Boxen begrüßen. Und wir hatten unseren Eltern einiges von unserem 1. Kadertraining zu erzählen.

Nach dem Auspacken und Erzählen fielen wir nur noch tot müde, aber überglücklich ins Bett und wussten, dass wir beim nächsten Mal bestimmt wieder viel Spaß haben und um viele neue Erfahrungen reicher sein werden. Da wir den Reitsport, die Arbeit mit Pferden und die Turniere lieben, sind wir schon gespannt, was uns beim 2. Kadertraining erwartet.

Liebe Grüße an alle Reiter

Anna-Lena

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