Wie jedes Jahr im Herbst, fand auch in diesem Jahr in den Ferien unser Reitkurs „Das kleine Islandpferd“ mit abschließender Prüfung statt. Von Montag bis Freitag trafen sich täglich schon ab 10 Uhr sieben reitbegeisterte Mädchen auf dem Hirtenhof. Zuerst wurden die Pferde je nach Vorliebe verteilt. Es konnten sowohl Kinder mit eigenem Pferd als auch Kinder mit Schulpferden teilnehmen. Dann galt es, die Pferde von der Weide oder aus dem Stall zu holen und „sattelfein“ zu machen. Meistens kümmerten sich die Kinder zu zweit um ein Pferd und ließen die Staubwolken aufwirbeln. Liebevoll wurde gestriegelt und gebürstet. Meistens war noch ein älteres Mädchen anwesend, das den jüngeren helfend zur Seite stand. Vor allem beim Satteln und Trensen war noch Hilfe nötig. Anschließend wurde dann je nach Wetter die erste Reitstunde auf dem Platz oder in der Halle abgehalten. Hier ging es darum, den Kindern die Grundkenntnisse im Umgang mit dem Pferd beizubringen. – Wie führe ich mein Pferd richtig, wie reite ich richtig an, wie halte ich es an. – Auch Biegungen und Handwechsel waren zu reiten. All dies musste in den 2 Gangarten Schritt und Trab sicher beherrscht werden. Auch das eigenständige Reiten wurde den jungen Reiterinnen beigebracht. Denn sie mussten sowohl in der Gruppe als auch selbständig „auf Kurs bleiben“. Zum einen wurde die Gruppenführung (Tete) immer mal wieder ausgewechselt und zum anderen musste auch durcheinander, d.h. nicht in der Abteilung, geritten werden. Nach der Reitstunde folgte eine Theoriestunde, speziell auf die Islandpferde zugeschnitten. Hier vertieften die Schüler ihr Wissen über Reitkunde, Pferdegesundheit, Pferdepflege und –haltung sowie das Wesen und den Charakter der Isis. Nach einer kleinen Mittagspause, in der das Mitgebrachte verzehrt wurde, ging es mit der zweiten Reitstunde am Nachmittag weiter.

Nach einer Woche voller neuer Eindrücke und jeder Menge neu erworbenem Wissen rund ums Pferd, fand dann am Samstag die Reiterprüfung statt. Dass einige Kinder Lampenfieber hatten, war klar, aber auch die Eltern, die an diesem Tag das Gelernte ebenfalls bewundern durften, zitterten mit. Schon beim Putzen und Satteln der Pferde waren die Prüfer, zwei Profireiter, anwesend und beobachteten genau, wie Kind und Pferd miteinander umgingen. Auch erste Fragen zur Theorie wurden gestellt. Nach dieser ersten Hürde wurde in zwei Gruppen in der Reithalle das Reiterliche geprüft. „Ganze Abteilung durch die Bahn wechseln“, „ ganze Abteilung vorbereiten zum Halt…“, so lauteten die Anweisungen, die von unserer Trainerin gerufen und von den Reitschülern befolgt werden mussten. Mit Argusaugen verfolgten die beiden Prüfer, ob z.B. auch erst beim Kommando „marsch“ angetrabt, und dabei ausgesessen oder leichtgetrabt wurde und die richtigen Abstände innerhalb der Abteilung eingehalten wurden. Nach einer kurzen Pause zum Versorgen der Pferde folgte der theoretische, mündliche Teil der Prüfung. Auch hier waren alle gut vorbereitet und glänzten mit ihrem Wissen. Sicherlich hatte der eine oder andere ein paar Schwächen, die nun von den Prüfern kommentiert wurden aber auch die Stärken wurden gebührend gelobt und hervorgehoben. Reiten ist schließlich kein leichter Sport. Man hört nie auf zu lernen. Aber es ist faszinierend zu beobachten, wie toll sich die kleinen Reiter im Laufe der Jahre entwickeln. Nur nicht die Geduld verlieren! Und bald steht für manch einen auch schon die Prüfung für „Das Große Islandpferd“ auf dem Programm.

 

Ihre Prüfung bestanden, haben in diesem Jahr:

Claudia Fröhlich und Marlene Tühl auf Jaqueline

Jessica Betzel und Karoline Dressler auf Anton

Lara Lehmann und Nathalie Gottsmann auf Elding

Paula-Leonie Peter auf Frekki

Wir gratulieren ganz herzlich,

Euer IPRW-Vorstand