Bronzene und silberne Reitabzeichen auf dem Hirtenhof in Wehrheim

Das Islandpferdegestüt Hirtenhof in Wehrheim/Obernhain macht nicht nur mit seinen großen Turnieren von sich reden: Diesmal war es Austragungsort für das Reitabzeichen in Bronze und Silber, wofür sich 14 Teilnehmer/innen angemeldet hatten. Eine weitere junge Reiterin nahm das bronzene Kinderreitabzeichen in Angriff. An zwei Wochenenden trafen sich die Reiter/innen. Vom 23. bis 25. März und vom 06. bis 08. April 2012 wurden theoretische Grundlagen gelegt und gefestigt: Alles über das Bahnreiten im Dressurviereck, die Bahnfiguren und die ‚Vorfahrtsregeln‘ wurde gelehrt. Anschließend paukte die Trainerin Birgit Quasnitschka mit den Reitabzeichanwärtern die Grundlagen der Gangarten. Beim Islandpferd sind das neben Schritt, Trab und Galopp auch noch Tölt und Pass. Sie wollte die Phasenfolge (in welcher Reihenfolge setzen die Füße auf) dieser fünf Gangarten wissen und auch mit welchen reiterlichen Hilfen sie geritten werden. Außerdem ging es dann noch um das Reiten in der Gruppe im Gelände sowie um die allgemeine Reitlehre. Darunter versteht man z.B., dass der Reiter weiß, wie Sattel und Trense aufgebaut sind und bestimmte Hilfsmittel eingesetzt werden.

Aber neben der Theorie, die jeweils vor und nach der Mittagspause stattfand, wurde natürlich auch geritten: eine Stunde am Morgen und eine am Nachmittag. Unter der Anleitung von Birgit Quasnitschka und Nicole Rubel-Leibold fanden sich die Reitgruppen auf dem Dressurviereck und auf der Ovalbahn ein. Und während eine Gruppe im Dressurviereck den leichten Sitz, Seitengänge und verschiedene Bahnfiguren wie Schlangenlinien, Zirkel oder Wechsel übte, war die andere Gruppe auf der Ovalbahn und konzentrierte sich auf Sitz und Haltung im Galopp, im leichten Sitz und im Tölt.

Derart vorbereitet, fand am Ostermontag unter den strengen Augen der beiden Prüferinnen Birgit Quasnitschka und Chrissi Seipold die Prüfung statt. Waren davor optimale Wetterbedingungen, so mussten sich die T
Die praktischen Teile der Prüfung zum bronzenen Reitabzeichen enthielten die oben angegebenen Aufgabenteile, beim silbernen Reitabzeichen wurde außerdem noch der leichte Sitz über Stangen als Vorbereitung zum Springen und Pferdetausch in der Viergangprüfung verlangt.eilnehmer an diesem Tag gegen Kälte, Regen und Wind durchsetzen. Während Islandpferde dieses Wetter lieben, war es für die Reiter schon schwieriger, sich wohl zu fühlen.
Gegen Ende des Nachmittages, nachdem auch die theoretische Prüfung endlich vorbei war, war klar: alle hatten bestanden. Zwar gibt es zwei Reiter, die einzelne Teile der Prüfung nochmals wiederholen müssen, um ihre Urkunde zu erhalten, aber alle anderen konnten mit dem Wissen nach Hause gehen, den Lohn für ihre harte Arbeit erhalten zu haben: eine Urkunde und viele neue Erkenntnisse.

von Beate Panther