Schlammschlacht OSI Ellenbach 2013 

von Rebecca Götte 

Vom 30.05- 02.06.2013 fand in Kaufungen bei Kassel das OSI Ellenbach auf dem Gestüt von Familie Althans statt. Mit einer kleinen Gruppe aus Reitern, Eltern und Richtern war auch der IPRW bei diesem Sportturnier vertreten. Möchte man nun diese drei bzw. vier Turniertage beschreiben, fällt einem zunächst das Wetter ein.

Ja, das Wetter war zugegebenermaßen schlecht. Um genau zu sein, war es eine Katastrophe und hätte schlechter nicht sein können.

 An diesem Wochenende wurde uns jede Form von Wetter geboten, außer Sonnenschein: von Sturm, über Dauerregen bis hin zu Nieselregen, der in jede Pore drang, war alles dabei.

Schon bei der Ankunft mit Wohnwagen, Wohnmobil, Zelt, Pferdeanhänger oder „nicht- Gelände-tauglichem“ Fahrzeug, hieß es, starke Nerven zu bewahren, was so manchem bereits zu diesem Zeitpunkt schwer fiel.

 Nur mit Hilfe des netten „ Ellenbach- Mitarbeiters“ Andrej, der fast jeden Anreisenden mit seinem Traktor auf den Paddock-Platz ziehen musste, kam man weiter. Andrej erwies sich in den nächsten Tagen immer wieder als rettender Engel, wenn es darum ging, festgefahrene Fahrzeuge oder ganze Gespanne aus den Schlammmassen zu befreien.

Das Wetter war nun einmal, wie es war und für schlechtes Wetter kann bekanntlich niemand etwas.

Nun hieß es: Durchhalten und das Beste daraus machen!

Ich würde sagen, das ist uns gelungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 9 Jahre alte Marla Daiß startete mit ihrem erst 6 Jahre alten Fuchswallach Jadar vom Hirtenhof in der Kinderklasse M. Es war eine wahre Freude diese beiden Youngster zu beobachten, die in nur wenigen Monaten zu einem tollen Team zusammen gewachsen sind. Nach ihrem ersten Turnier auf dem heimischen Hirtenhof, unserem 1-Tages-Qualifikationsturnier, hatten die beiden in Ellenbach ihren allerersten auswertigen Turnierstart. Marla schaffte es mit viel reiterlichem Talent, ihr junges Pferd auf der Ovalbahn zu präsentieren und wurde dafür in der T7 mit dem 2. Platz und in der V5 sogar mit dem 1. Platz belohnt. Nun hat sie für beide Prüfungen die Qualifikation zur DJIM erreicht.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

 

 

Lennart Schnepp, der seit dieser Saison der Kinderklasse entwachsen ist, startete in Ellenbach zum ersten Mal in der Jugendklasse. Hier war er neben seinem Routinier Tindur frá Horni zum ersten Mal auch mit seinem neuen Pferd Ottó vom Gut Tiergarten zu sehen.

In der T7 erreichte Lennart mit Ottó in der Vorentscheidung den 4. Platz, den er schließlich auch im A- Finale zu verteidigen wusste. Auch in der V5 erreichten Lennart und Ottó den 4. Platz in der Vorentscheidung und konnten sich im A- Finale auf den 3. Platz vorkämpfen.

Mit Tindur ritt Lennart in der T4 auf den 4. Platz, sowohl in der Vorentscheidung, als auch im Finale.

 

 

 

 

Auch Alina Gunold musste in diesem Jahr die Kinderklasse verlassen und startete mit ihrem Kjarni (genannt Tschibo) zum ersten Mal bei den Jugendlichen. In der T7 hatte Alina leider Pech, was nicht zuletzt am Wetter lag.

Dafür konnten die beiden dann in der V2 in ihrer Paradedisziplin, dem schnellen Tölt, auftrumpfen, was ihnen den 5. Platz in der Vorentscheidung und somit einen Platz im A- Finale einbrachte.

 Genau wie Alina hatte auch Nicolas Fedorov, der ebenfalls in der Jugendklasse startete, mit Limra frá Röðli in der T7 Pech. Dafür reichte es in der T4 mit Laufi frá Akurgerði für den 4. Platz in der Vorentscheidung, den er sich mit Lenny teilte.

 Auch im Fünfgang startet Nicolas mit Laufi frá Akurgerði und konnte sich und sein Pferd mit einem souveränen Ritt auf einen zweiten Platz der Vorentscheidung bringen

 Jonah Schnepp, der in diesem Jahr zum ersten Mal bei den Junioren startete, erkämpfte sich mit seinem Fuchshengst Ofsi vom Pfaffenbuck den 5. Platz in der Vorentscheidung und steigerte sich im A- Finale letztendlich auf den 4. Platz.

 

In der T3 konnten Jonah und Ofsi sogar den Gesamtsieg einfahren, nachdem sie in der Vorentscheidung noch auf dem 2. Rang lagen. Die beiden konnten im starken Tempo Tölt überzeugen und können sich nun über eine weitere goldene Schleife freuen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Sieg!

Rebecca Götte startet mit Líf frá Fjós Héri auf ihrem zweiten Turnier und erkämpfte sich in der V5 den zweiten Platz in einem großen Starterfeld der Vorentscheidung. Auch in der T7 reichten die Punkte für den 4. Rang und somit die Teilnahme im A- Finale für beide Prüfungen.

 Nicole Rubel-Leibold mit Viljar vom Blaudenberg und Marvin Leibold mit Árvakur vom Gut Tiergarten traten im Töltpreis an und gewannen jeweils die Vorentscheidung, Marvin in der Jugendklasse und Nicole in der Sportklasse.

 Da das Wohlergehen der Pferde natürlich immer an erster Stelle steht und zugegebenermaßen auf der schlammigen Paddockwiese nicht 100 %ig gegeben war, reisten Nicole und Marvin am Freitag wieder ab und verzichteten somit auf ihre Starts im Töltpreis A- Finale und im Viergangpreis.

 Auch Alina, Rebecca und Nicolas erreichten alle in mindestens einer ihrer Prüfungen das A- Finale, was jedoch ebenfalls, aufgrund einer vorzeitigen Heimreise zugunsten der Pferde, gestrichen wurde.

 Nur Familie Schnepp, deren Hengste in trockenen Boxen untergebracht waren, konnte bis zum Schluss durchhalten und alle erkämpften Finalplätze letztendlich auch verteidigen.

 Trotz des schlechten Wetters war die Freude am Turniergeschehen groß. Besonders gefallen hat mir das Gemeinschaftsgefühl, welches bei allen zu spüren war.

Ohne Konkurrenzgedanken und übertriebenem sportlichen Ehrgeiz hat jeder Reiter versucht, das Beste aus seinem Pferd heraus zu holen. Trotz schwieriger Bahnverhältnisse mit Ovalbahnprüfungen im Dauerregen, die leider jeder von uns durchstehen musste, war es ein kleines Abenteuer, bei dem aber das Wohlergehen der Pferde immer an erster Stelle stand.

 Extremsituationen schweißen eben zusammen; das hat man an diesem Wochenende deutlich gespürt. Man unterstützte und half sich gegenseitig, festigte Freundschaften, lernte neue Leute kennen und spätestens am Freitagabend wurde auf der Tanzfläche mit einem leckeren Cocktail in der Hand die Freundschaft zu befreundeten Vereinen, insbesondere zum „IPFR Rosbach e.V.“,  vertieft.

 Dieses Turnier wird auf jeden Fall in Erinnerung bleiben!!!